Trennen & Schleifen - die Theorie ...
... präsentiert von PR Rohse Schweisstechnik aus Oldenburg.
Heute ist Sonntag, der 5. September 2010, Uhrzeit: 10:15:19
Trennen
Mit Trennverfahren oder Trennen werden die Fertigungsverfahren bezeichnet, bei denen die Form eines Werkstückes
verändert wird, indem der Zusammenhalt örtlich aufgehoben wird.
Beim Trennen werden zur Formänderung Werkstoffteilchen vom Ausgangswerkstück abgetrennt. Die Teilchenzahl und das
Volumen des Fertigteils wird geringer. Die Endform ist in der Ausgangsform enthalten.
In der Einteilung der Fertigungsverfahren nach DIN 8580 steht das Trennen an dritter Stelle. Die weiteren Hauptgruppen
der Fertigungsverfahren nach DIN 8580 sind: Urformen, Umformen, Fügen, Beschichten und Stoffeigenschaften ändern.
Schleifen (Fertigungsverfahren)
Schleifen ist ein abtragendes, wegbestimmtes Fertigungsverfahren zur Bearbeitung von Oberflächen mit Schleifmitteln,
manuell oder auf Schleifmaschinen. Nach DIN 8580 gehört es zur Hauptgruppe Trennen. Außerdem gehört es zu der Gruppe
der Zerspanungsarten mit geometrisch unbestimmter Schneide.
Die Vorzüge des Schleifens gegenüber anderen Arten der Zerspanung sind die gute Bearbeitbarkeit harter Werkstoffe,
die hohe Maß- und Formgenauigkeit (IT 5-6) und die geringe Welligkeit und Rauheit (Rz= 1-3μm) der geschliffenen
Oberfläche.
Die Körnungsnummer entspricht der Maschenzahl des Siebes auf 1 inch Länge, durch welches das bezeichnete Korn gerade
noch hindurchfällt, während es auf dem nächstengeren Sieb liegen bleibt. Die sehr feinen Körner werden im
Schlämmverfahren getrennt. Die Körnung von Diamant und Bornitrid wird entsprechend der Siebmaschenweite in μm
angegeben (Diamantkorn D150 - hat eine Korngröße zwischen 125 μm und 150 μm).
Einsatzgebiete
zur Formgebung, Ausarbeitung des Schliffs bei Schmucksteinen, auch von eingeschnittenen Verzierungen in
Glas (Glasschleiferei)
als Werkzeugschleifen zum Schärfen von Schneiden von Werkzeugen, z. B. Schwerter, Messer, Scheren, Sensen,
Beile, Bohrer, Sägen, Drehmeißel, Fräser, von Hand oder maschinell
Trennen von Materialstücken mit speziellen Trennscheiben
als Gleitschleifen zur Glättung von Oberflächen
zur Feinbearbeitung von gehärteten Flächen, z. B. Dichtflächen, Funktionsflächen, Messmittel (Haarlineal),
Lagerflächen durch Rundschleifen, Flachschleifen, Tiefschleifen, Profilschleifen und Koordinatenschleifen.
Herstellung von Dünnschliffen für die mikroskopische Untersuchung
Mit den neuesten Feinschleifmethoden lassen sich schon fast so glatte und maßgenaue Werkstücke herstellen wie
beim Läppen. Beim Schleifen werden dabei höhere Abtragsraten erreicht, wodurch das
Schleifen günstiger wird.(Quelle: www.wikipedia.de)
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